Dezenter Drang zu schreiben…

…aber die Themen gehen aus.

Natürlich könnte man sich textlich zur Zeit rund um die Uhr mit Gesellschaft und Politik auseinandersetzen. Das zöge aber unter an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Diskussionen nach sich – oder das, was aktuell dafür gehalten wird. Schnell und/oder drastisch formulierte und glasklare Haltungen gegenüber eigentlich verhältnismäßig diffizilen Themen und Fragestellungen. Für diese Art der Kommunikation werde ich mittelfristig nur sehr bedingt Lust und Motivation aufbringen können. Dabei ist diese in den vergangenen Jahren entstandene Kultur der digitalen Konfliktlösung eigentlich genau mein Ding. Ich halte mich für einigermaßen auffassungsschnell, in ausreichendem Maße textsicher und bewege mich auf dem nicht gerade maximal rutschfesten Terrain der Sozialen Medien einigermaßen unfallfrei. Freunde würden darüber hinaus von einer latenten Konfliktneigung sprechen. Wie auch immer, einer wie ich überlebt im Internet. Das allerdings, was da seit Tagen und Wochen (in der Wahrnehmung hat es immer erst kürzlich begonnen) mutiert, ist auch mir zu viel. Eine besondere Art überzogener Deutungshoheit und Rechthaberei auf allen Seiten drehen die Spirale absurder Argumentation ins nahezu Unermessliche. Da bin ich gerade irgendwie nicht mehr dabei. Diese Tatsache als solche ist auch eigentlich gar nicht mein Problem. Vielmehr habe ich damit zu tun, im Angesicht dieser Realitäten nicht komplett in Sarkasmus und Fatalismus zu verfallen. Das wäre naheliegend und sehr simpel. Ich werde weiter nachdenken und viel lesen – vielleicht ergeben sich neue Blickwinkel. Die nächsten Impressionen und Ideen werden sich einstellen, man hört ja nicht einfach auf zu schreiben und zu diskutieren.

donald-j-trump-1271634_1280

Bis dahin wäre ich aber heilfroh, wenn wir alle gemeinsam die Begriffe „Diskussion“ und „Debatte“ mal neu definieren oder beschreiben würden. Was unter diesen Labels momentan abläuft, führt nämlich zu 100% in eine Sackgasse. Das einzig positive, das die aktuelle Themenlage in mir verursacht ist eine Art Erleichterung darüber, dass es im Netz bald wieder flächendeckend ums „Dschungelcamp“ geht. Nicht, dass ich daran mittlerweile irgendwie partizipieren würde oder könnte, aber es lässt sich einfach um Längen besser ignorieren. | Burning Bush

(Foto: westerfreepress.com)

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s